03.05.2014 PM Doping-Opfer-Hilfe

DOH verliert einen Freund und Förderer –
Zum Tode von Manfred von Richthofen

Die DOH-Vorsitzende, Prof. Ines Geipel (Berlin), erklärt:
„Der Doping-Opfer-Hilfe e.V. (DOH) bedauert den Tod von Manfred von Richthofen außerordentlich, der im Alter von 80 Jahren in Berlin gestorben ist, und spricht seiner Familie und seinen Freunden das aufrichtige Beileid aus. Mit Manfred von Richthofen verliert der deutsche Sport seine einzige unabhängige Stimme auf Spitzenebene.
Der Doping-Opfer-Hilfe e.V. verliert einen echten Grandseigneur des deutschen Sports, der sich – egal, ob er ein Amt innehatte oder ob er als Ehrenpräsident des DOSB auftrat – mit Charakter, Herzwärme und gegen alle Widerstände für die Belange und Nöte der Geschädigten des deutschen Sports einsetzte. Sein Tod ist ein unersetzbarer Verlust.“

Manfred von Richthofen war ein Freund und Förderer des Doping-Opfer-Hilfe e.V. Von Beginn an galt sein Engagement den dopinggeschädigten DDR-Athleten. Als Folge des Dopingopfer-Entschädigungsgesetzes eröffnete der DOH am 09. Oktober 2002 mit privater finanzieller Hilfe von Manfred von Richthofen erstmals eine Beratungsstelle in Berlin, die mangels finanzieller Unterstützung durch Staat und Sport am 31. Juli 2003 wieder geschlossen werden musste. Zuletzt hatte er im Januar 2014 die Einladung zur Verleihung des Heidi-Krieger-Preises an den Molekularbiologen Prof. Dr. Werner Franke angenommen. Dass von Richthofen seine Teilnahme dann doch kurzfristig absagen musste, war bereits seinem Gesundheitszustand geschuldet.

Doping-Opfer-Hilfe e.V.
Berlin, 03. Mai 2014

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