19.01.2014 PM Doping-Opfer-Hilfe

Doping-Opfer würdigen Prof. Werner Franke
DOH-Vorsitzende Ines Geipel: „Franke ist die Wahrheitsinstanz im deutschen Sport“

Symposium zur Doping-Problematik in der Böll-Stiftung in Berlin

Berlin. Am kommenden Dienstag (21. Januar) wird die Heidi-Krieger-Medaille, die weltweit einzige Auszeichnung für Engagement gegen Doping-Missbrauch, an den Heidelberger Zellbiologen und Krebsforscher Prof. Dr. Werner Franke verliehen. Der Preis wird im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von Doping-Opfer-Hilfeverein (DOH) und Heinrich Böll-Stiftung in deren Zentrale in Berlin übergeben. Die Preisverleihung ist in eine Tagung mit Referaten namhafter Wissenschaftler zu zentralen Aspekte der Dopingproblematik eingebunden. Der Kölner Dopingforscher Mario Thevis spricht über neue Verfahren in der Dopingkontrolle, der Mediziner Perikles Simon (Mainz) befasst sich mit Fragen des bio-medizinischen Enhancement, und der Tübinger Kriminologe Dieter Rössner analysiert die Möglichkeiten eines Anti-Doping-Gesetzes in Deutschland. Gastreferent aus den USA ist Richard Young, Chefjurist der United States Anti-Doping Agency (USADA), die den Balco-Skandal aufgedeckt und den Tour de France-Rekordsieger Lance Armstrong des Dopings überführt hat. Eine Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit des Sports und fragt: „Ist ein neuer Sport möglich ?“

Die Schriftstellerin und Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins, Ines Geipel, die über „Körpereliten und deren Enteignungsgeschichte“ sprechen wird, betont: „Kurz vor den Korruptionsspielen von Sotschi ehrt der DOH Prof. Dr. Werner Franke als die Wahrheits-Instanz im deutschen Sport. Es sind seine Haltung und sein Engagement, die dem Sport sein Maß zurückgegeben haben. Die Geschädigten im vereinten Sport haben Franke viel zu verdanken: jede Menge kompakte Aufklärung, viel gutachterliche Hilfe und freundschaftliche Unterstützung. Vor allem aber sind viele von ihnen durch seinen vorbehaltlosen Beistand überhaupt erst zu ihrer Geschichte gekommen.“

Doping-Opfer-Hilfe e.V.
Berlin, 19.Januar 2014

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