Die DOH-Vereinssatzung

SATZUNG

§ 1 Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen „Doping-Opfer-Hilfe e.V.“. Er soll im Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin eingetragen werden und ein Mitgliederverein sein.
  2. Sitz des Vereins ist Berlin.

§ 2 Zweck

Nach Wesen und Ziel ist der Verein eine Institution, die in seinem zentralen Anliegen zuerst den Opfern des organisierten Zwangsdopings der ehemaligen DDR, aber auch des systemischen Dopings in der Bundesrepublik vor und nach 1989 jede nur erdenkliche ideelle, informelle sowie in Akutfällen finanzielle Hilfe zukommen lässt. Besondere Unterstützung erhalten auch diejenigen Betroffenen, die durch die Einnahme von Doping-Substanzen ihrer Eltern kausal geschädigt wurden.

Der Verein ist Anlaufstelle für juristische, medizinische wie psychologische Beratung von Doping-Geschädigten, unabhängig davon, ob sich die Schädigung in der Vergangenheit ereignet hat oder einen aktuellen Bezug aufweist.

Der Verein unterstützt die Geschädigten bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche, bietet fachgerechte Auskunft und konkrete Information und stellt über seine Beiräte die notwendigen Kontakte zu ausgewiesenen Experten her. Die in Berlin ansässige integrative, bundesweite Beratungsstelle des DOH e.V. bietet Athleten, Eltern sowie Betreuern umfassende Hilfe bei Dysfunktionen im organisierten Sport wie Doping, Depression, Manipulation und Leistungsüberforderung.

Darüber hinaus verfolgt der Verein das Ziel, durch präventive Aufklärung über die Gefährlichkeit und die gravierenden gesundheitlichen Folgen von Doping-Substanzen zu informieren. Schwerpunkt der Präventionsarbeit des DOH e.V. liegt in der Arbeit mit jugendlichen Athleten sowie in Informationsveranstaltungen an Schulen und diversen Sporteinrichtungen.

Aufgrund der besonderen historischen Erfahrungssubstanz seiner Mitglieder versteht sich der DOH e.V. außerdem als eine Instanz, die über das enorme Risikopotential im Hinblick auf den Konsum von Dopingmitteln im Sport aber auch in der Gesellschaft authentisch aufklären kann. So ist er ausdrücklicher Ansprechpartner, wenn es darum geht, dem Effizienzkartell des Sports wie dem gesellschaftlichen Manipulationstrend in Sachen Chemie entgegenzuwirken. Um gegen solch schwerwiegende Verwerfungen wirksam sein zu können, steht der DOH e.V. in Kontakt mit dem Innenministerium, dem DOSB, dem Sportausschuss, der Deutschen Sporthilfe, der NADA, den Landessportbünden sowie anderen Institutionen des Sports. Eine direkte Kooperationsvereinbarung besteht mit dem DJK. Der DOH e.V. vergibt aller zwei Jahre den Heidi-Krieger-Preis, den europaweit einzigen Antidoping-Preis, für herausragendes Engagement gegen Doping.

Die Öffentlichkeitsarbeit des DOH e.V. sucht die Interessen und Ansprüche von Sport-Opfern in Ost und West zu thematisieren und sie vor Diskreditierungen zu schützen. Der DOH e.V. äußert sich da, wo er die Anliegen seiner Mitglieder und damit die eines demokratischen, freien, selbstbestimmten Sports sowie der Olympischen Charta verletzt sieht.
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§ 3 Gemeinnützigkeit

Als Opferverein verfolgt der DOH e.V. ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§ 51 ff. AO).

Der Verein ist selbstlos tätig. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßige Vergütung begünstigt werden. Die Vereinsämter sind Ehrenämter; Aufwandsentschädigungen, die sich für die Arbeit des Vereins als notwendig erweisen, sind nach Beschluss des Vorstands möglich.

§ 4 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr des Vereins ist das jeweilige Kalenderjahr.

§ 5 Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede natürliche Person wie jede juristische Person des öffentlichen und privaten Rechts werden.
  2. Über den schriftlichen Antrag entscheidet der Vorstand.
  3. Die Mitgliedschaft endet
    a) mit dem Tod des Mitglieds, bei juristischen Personen mit ihrer Auflösung
    b) durch schriftliche Austrittserklärung, gerichtet an ein Vorstandsmitglied,
    die jedoch nur zum Schluss eines Kalendermonats zulässig ist.
    c) durch Ausschluss aus dem Verein
    d) Durch Streichung aus der Mitgliederliste.
  4. Ein Mitglied, das im erheblichen Maß gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat, kann durch Beschluss aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor dem Ausschluss ist das betroffene Mitglied persönlich oder schriftlich zu hören. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied mit Einschreiben gegen Rückschein zuzustellen. Es kann innerhalb einer Frist von einem Monat, ab Zugang, schriftlich Berufung beim Vorstand eingelegt werden. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung. Macht das Mitglied vom Recht der Berufung innerhalb der Frist keinen Gebrauch, unterwirft er sich dem Ausschließungsbeschluss.

§ 6 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  1. Der Vorstand
  2. Die Mitgliederversammlung
  3. Der Beirat

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§ 7 Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins besteht aus mindestens der/dem ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden, dem Schatzmeister, einem Beisitzer und dem Schriftführer. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.
  2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer eines Jahres gewählt. Er bleibt so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während einer Amtsperiode aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes.
  3. Der Vorstand ist grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Die Mitgliederversammlung kann eine jährliche pauschale Tätigkeitsvergütung für Vorstandsmitglieder beschließen.

§ 8 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist jährlich von/m der/dem ersten Vorsitzenden unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen, durch persönliche Einladung mittels einfachen Briefs an die letzte bekannte Anschrift der Mitglieder einzuberufen.
  2. Mit der Einladung zur Mitgliederversammlung ist die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung mitzuteilen.
  3. Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
    a) Genehmigung des Haushaltsplanes für das kommende Geschäftsjahr
    b) Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und deren Entlastung
    c) Wahl des Vorstands
    d) Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Vereinsauflösung
    f) Beschlussfassung über die Berufung eines Mitglieds gegen seinen Ausschluss durch den Vorstand
  4. Eine Änderung der Satzung bedarf der einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Vereinsmitglieder, eine Änderung des Vereinszwecks der Mehrheit von 3/4 aller Vereinsmitglieder.
  5. Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 5% der Mitglieder die Einberufung schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe fordern.
  6. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.

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§ 9 Beirat

  1. Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand zu beraten und zu unterstützen.
  2. Der Beirat besteht aus den vom Vorstand ausgewählten sachkundigen Beratern.
    Diese können sowohl Mitglieder oder auch Nichtmitglieder des Vereins sein.

§ 10 Beiträge

Mitgliedsbeiträge werden erhoben:

  • 40 € / Jahr voller Beitrag
  • 20 € / Jahr ermäßigter Beitrag (Studenten/innen, Rentner/innen, ALG II – Empfänger/innen)

§ 11 Auflösung des Vereins und Aufhebung des Vereinsvermögens

  1. Über die Auflösung des Vereins entscheidet die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 2/3 der erschienenen Mitglieder.
  2. Bei der Auflösung und Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes, fällt das Vereinsvermögen an den DJK-Sportverband, der es unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der Dopingprävention zu verwenden hat.

 

Berlin, den 18.11.2015