Heidi-Krieger-Preis 2009

Anti-Doping-Preis zum 6. Mal verliehen: 2009

Den Preis erhalten zu gleichen Teilen Persönlichkeiten aus Ost und West.

Johanna SperlingJohanna Sperling
Henner MiserskyHenner Misersky
Hansjörg KofinkHansjörg Kofink
Horst KlehrHorst Klehr

Der Beruf eines Trainers zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass er jungen Menschen körperliche Fertigkeiten entwickeln und vervollkommnen hilft, sondern dass er auch erheblichen Einfluss auf den Sozialisierungsprozess der Kinder und Jugendlichen durch seine eigene gelebte Persönlichkeit hat.

Es sollte als Privileg empfunden werden, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu dürfen.

Nachdem der DLV sowie der DOSB sich eindeutig hinsichtlich dopingbelastete Trainer positionierte, indem durch ein sportinternes Findungsverfahren die Unbedenklichkeit der Weiterbeschäftigung als Bundestrainer attestiert wurde, wollte der DOH e.V. ein Zeichen setzen.

In diesem Jahr wurde die Heidi-Krieger-Medaille zu gleichen Teilen an vier Persönlichkeiten des Sportes aus Ost und West verliehen, die sich auf Grund ihrer jahrzehntelangen, konsequenten Haltung gegen Sportbetrug in Form von Doping verdient gemacht haben. Prof. Dr. Werner Franke hielt die Laudatio und sagte über die Preisträger: „Sie hatten nur ihre Menschlichkeit, die Courage zu widerstehen.“

Die Leipziger Rudertrainerin Johanna Sperling warnte bereits 1963 in einem zutiefst berührenden und aufrüttelnden Brief an ihre Sportlerinnen, die „Sperlinge“, vor der Einnahme von Dopingmitteln.

Der Thüringer Skilanglauftrainer Henner Misersky hatte auf Grund seiner Weigerung, sich am Staatsdoping der DDR zu beteiligen, bewusst berufliche sowie persönliche Nachteile in Kauf genommen.

Hansjörg Kofink (Rottenburg), ehemaliger Bundestrainer für Kugelstoßen, tritt seit Jahrzehnten immer wieder kritisch und kraftvoll gegen die Mauer der Doping-Ignoranz in den deutschen Sportverbänden und Sportpolitik auf.

Horst Klehr, Apotheker aus Mainz, ist Gründungsmitglied der ersten Dopingkommission des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Aus seiner menschlichen und fachlichen Verantwortung heraus, half er maßgeblich, das Thema Doping im Sport zu thematisieren und gegen diese verhängnisvollen Entwicklung Maßnahmen zu entwickeln.

„Ein Symbol, das nachdenklich macht“ (von Jens Weinreich)   Deutschlandfunk>
„Geht mit gutem Gewissen an den Start“ Quelle: mdr

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