Informationen für Gutachten zum 2. DOHG

Informationen für das Gutachten zum 2. DOHG

Für die Gewährung einer Hilfeleistung von DDR-Dopingopfern innerhalb des 2. Doping-Opfer-Hilfe-Gesetzes und die hierfür notwendige Antragstellung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesverwaltungsamtes (BVQ) in Köln zuständig. Dortiger Ansprechpartner ist Herr Thomas Küppers, Tel: 022899/358 47 59.

Die Antragstellerinnen und Antragsteller erhalten eine finanzielle Hilfe, wenn sie im Kadersport der DDR waren (Forschungsphase bis 1974, DDR-Staatsdoping ab 1974) und durch eine ihnen, bzw. ihrer Mutter verabreichte Dopingsubstanz erheblichen Gesundheitsschaden erlitten haben.

Der Antrag besteht aus drei Teilen:

  1. Antragsformular (zum Download → )
  2. Nachweis, dass die oder der Betroffene im Kadersport der DDR war (Kopien KJS-Zeugnisse, Urkunden)
  3. kurzes, fachärztliches Gutachten
    Hierfür stellt das BVA ein gesondertes zweiseitiges Formular zur Verfügung, (zum Download → ). Das kann von jedem Facharzt ausgefüllt werden. Dabei ist es ausreichend, wenn lediglich die überwiegende Wahrscheinlichkeit (mehr als 50 %) eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen der Verabreichung der Dopingsubstanz und dem erheblichen Gesundheitsschaden attestiert wird.

Darüber hinaus findet sich eine besondere Expertise zum Thema „Doping und Schädigungen“ aktuell an drei Standorten:

  • Heliosklinikum Stralsund: Prof. Dr. Harald Freyberger, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Tel.: 03831/45 21 00
  • Heliosklinikum Schwerin: Dr. Jochen Buhrmann, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tel.: 0385/520 34 00.
  • Universitätsklinikum Magdeburg
    Dort arbeitet Prof. Dr. Jörg Frommer an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Wer beabsichtigt, sich wegen des medizinischen Gutachtens oder einer anderweitigen Untersuchung an Prof. Dr. Frommer zu wenden, meldet sich bitte telefonisch unter 0391/567 50 52 oder 0391/567 50 51 bei Adrian Gallistl, Mitarbeiter bei der Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen in Sachsen-Anhalt.

Diese Kliniken sind aufgrund laufender Forschungen zum Thema DDR-Doping mit der Thematik vertraut und dazu bereit, Geschädigte zu untersuchen und gutachterlich Stellung zu nehmen.

Eine vierte Kooperation mit der Landesärztekammer Rostock ist gegenwärtig in Arbeit.