15.10.2018 PM Doping-Opfer-Hilfe_Fischer-Solms

Statement von Herbert Fischer-Solms zur Arbeit des DOH-Vorstands und dessen Vorsitzender

zu meiner Person:

Ich, Herbert Fischer-Solms, geb. 11.12.1946 in Löbau /DDR, von Beruf Journalist,

von 1973 – 2011 Sportredakteur beim Deutschlandfunk in Köln,

seit der Wahl von Prof. Ines Geipel zur DOH-Vorsitzenden Mitglied im DOH-Vorstand.

Die erhobenen Vorwürfe sind aus meiner Kenntnis und Innenansicht heraus absolut unzutreffend, sie verdrehen die Wahrheit und stellen vielfach die Realitäten auf den Kopf. Z. B. gibt es keine “Manipulation der Zahlen der Dopingopfer”. Die aktuell immer noch stark steigende Zahl wird auch von den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, etwa in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bestätigt, die bei ihren Regierungen die Einstellung von zusätzlichem Personal zur Bewältigung der Anfragen /Anträge von Dopinggeschädigten fordern.

Die Behauptung, der DOH sei ein “Geipel-Verein” mit einer “Geipel-Doktrin“ ist Unsinn im behaupteten Sinne. Frau Geipel ist der aktive und intellektuelle Kopf des DOH, der den Doping-Geschädigten Stimme und Gesicht gibt. Dabei realisiert sie seit Jahren eine erstaunlich große Arbeitsleistung, die weit über das Normalmaß hinausgeht. Dabei agiert Frau Geipel nach innen mit Mitverantwortung und Empathie. Vorstandstreffen zeichnen sich durch Kommunikationspraxis und Engagement für alle Betroffenen aus. Programmatische Entscheidungen zum Vorgehen innerhalb des  DOH werden in Vorstand bzw. Mitgliederversammlung nach mehrheitlicher Abstimmung getroffen. Frau Geipel praktiziert eine intensive Debatten- und Diskussionskultur.

Der DOH hat freilich ein signifikantes Problem. Seine Mitglieder sind in aller Regel gesundheitlich geschädigt, was ihre Leistungsfähigkeit häufig limitiert. Das ehemalige Vorstandsmitglied Uwe Trömer z. B. hat substantielle, von ihm zunächst übernommene Aufgaben (u. a. Ermittlung eines Schadenskatalogs der Dopingopfer) nach eigener Aussage nicht durchführen können, da ihn diese Arbeit psychisch zu stark belastet habe.

Nachdem Herr Trömer sich zudem als nicht teamfähig und bei der Erledigung der von ihm übernommenen Aufgaben als absolut unzuverlässig erwies und dafür vom gesamten Vorstand kritisiert wurde, trat Herr Trömer aus dem Vorstand und danach aus dem DOH ganz aus. Einen Vorwurf des Vorstandes, Trömer habe ” in die DOH-Kasse gegriffen“, hat es niemals gegeben.

gez. Herbert Fischer-Solms am 15.10.2018